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Geänderte Offenlegungsvorschriften zum 01.01.2007
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Rating
Ist Ihr Jahresabschluss verlässlich?
RATING – Verständnis, Vorurteile, Vorbereitung, Vorteile

Was heißt eigentlich Rating?

Rating bedeutet – nach dem englischen Verb „to rate“ – soviel wie klassifizieren oder einordnen. Im Bereich des internationalen Kapitalmarktes haben sich in den vergangenen Jahren verschiedene, privatwirtschaftliche „Ratingagenturen“ entwickelt, die versuchen, auf der Basis der von den beobachteten Unternehmen veröffentlichten Jahresabschlüssen eine Klassifizierung vorzunehmen.

Im Rahmen dieser Klassifizierung wird anhand einer Vielzahl von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und deren Entwicklung im Zeitablauf eine Einordnung vorgenommen, die Aussagen über die Bonität und damit über die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens liefern sollen.

Die bekanntesten Ratingagenturen sind Standard & Poors sowie Moody’s.


Rating – Warum immer wichtiger für den Mittelstand?

Während international tätige Unternehmen relativ gute Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten am internationalen Kapitalmarkt wahrnehmen können, sind mittelständische Unternehmen wegen ihrer Größe oder ihrer Rechtsform weiterhin an die „klassischen“ Wege der Kapitalbeschaffung gebunden. Der traditionell wichtigste Ansprechpartner für den mittelständischen Unternehmer ist daher seine Hausbank.

Diese hat jedoch im Zuge der Umsetzung der BASEL II-Richtlinien, die eine individuelle Risikoeinschätzung für alle wesentlichen Kreditentscheidungen vorschreiben, ein ähnliches „Rating“ vorzunehmen, wie dies bisher nur für Unternehmen des internationalen Kapitalmarktes erfolgte.


Wozu erfolgt das Rating bei der Hausbank? Welche Folgen hat das Ergebnis des Ratings?

Ziel des internen Ratings bei den Kreditinstituten ist es, den für jedes Kreditengagement bereitzuhaltenden Eigenkapitalanteil zu bestimmen. Mit anderen Worten: Für sämtliche Kreditinstitute gelten Richtlinien der Bankenaufsichtsbehörden, die vorsehen, dass jede Kreditvergabe an Kunden mit einem bestimmten Eigenkapitalanteil des Kreditinstitutes gedeckt ist. Dadurch ist der maximale Rahmen der zu gewährenden Krediten durch das bestehende, gesamte Eigenkapital eines jeden Kreditinstituts bestimmt.

Bisher wurde dieses prozentuale Eigenkapital pauschal von den Aufsichtsbehörden als Prozentsatz der gewährten Darlehenssumme festgelegt. Nach den zukünftig geltenden Richtlinien soll dieser Prozentsatz nicht mehr pauschal festgelegt werden, sondern auf der Basis eines internen Ratings von jeder Bank – innerhalb bestimmter Grenzen – selbst bestimmt werden.

Die Kreditwirtschaft ist somit aufgefordert, ein System zur Risikobeurteilung zu erstellen.

Jedes Unternehmen wird sich deshalb darauf einstellen müssen, im Rahmen von Kreditentscheidungen „geratet“ zu werden. Je besser das Ratingergebnis für das Unternehmen ausfällt, desto besser werden die Kreditkonditionen sein. Bereits hieraus ergibt sich, dass eine proaktive Vorgehensweise zur Verbesserung des individuellen Ratings im Vorfeld einer Kreditentscheidung stehen sollte.


Wovon hängt das Ratingergebnis im Wesentlichen ab?
Wie kann sich das mittelständische Unternehmen auf ein Rating seitens der Hausbank vorbereiten?
Rating ? Ihre Vorteile: